Bolonka Zwetna Impfungen – Was muss ich wirklich impfen lassen?


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Bolonka Zwetna Impfungen – Was muss ich wirklich impfen lassen?

Impfungen sind sehr wichtig und werden häufig unterschätzt. Sie spielen eine bedeutende Rolle bei der Prävention von Epidemien und dem Ausrotten von Krankheiten. Sind ausreichend viele Haustiere immunisiert, so entsteht zudem ein “Herdenschutz”, der auch ungeimpfte Tiere erfolgreich mit schützt.

Mit einem kleinen Piks verhindern Sie also nicht nur Krankheiten bei Ihrem eigenen Vierbeiner, sondern leisten einen wichtigen Beitrag zur Gesundheit vieler Haustiere.

Dennoch gibt es in Deutschland keine Impfpflicht. Sie müssen Ihren Bolonka Zwetna also gegen rein gar nichts impfen lassen, wenn Sie es nicht möchten. Außer Sie nehmen ihn im Urlaub mit ins Ausland, dann ist Tollwut ein Muss. Bedenken Sie jedoch, dass viel Leid, Schmerz und sogar der Tod Ihres Vierbeiners durch kleine Injektionen alle paar Jahre vermeidbar wäre.

Doch welche Impfungen sind wirklich sinnvoll? Dazu gibt die “Ständige Impfkommission Vet.” regelmäßig Empfehlungen raus. Die sogenannten Core-Impfungen sind dabei für jeden Vierbeiner angeraten, wohingegen Non-Core-Impfungen nur nach individuellem Risiko verabreicht werden brauchen.

Einige Hundehalter impfen ihre Tiere nicht, weil sie Angst vor möglichen Komplikationen haben. Die in Deutschland zugelassenen Impfseren sind jedoch allesamt seit vielen Jahren erfolgreich im Einsatz, gut verträglich und unterliegen strengen Kontrollen. Schwerwiegende Nebenwirkungen sind darum äußerst selten.

Bolonka Zwetna Impfungen
Bolonka Zwetna impfen: welche Impfungen sind absolut nötig? Wie oft muss muss eine Auffrischungsimpfung erfolgen?

Welches sind die Core-Impfungen?

  • Parvovirose
  • Tollwut
  • Leptospirose
  • Staupe
  • Hepatitis contagiosa canis (HCC)

Was sind Non-Core-Impfungen?

Je nach individuellem Risiko empfiehlt der Tierarzt womöglich weitere Impfungen für Ihren Bolonka Zwetna. Dazu wird er Sie genau nach Haltungsbedingungen, Verhalten, Umwelteinflüssen und Einsatz des Hundes befragen. Gehen Sie mit Ihrem Bolonka auf Shows und Ausstellungen beispielsweise, wird mit den Tieren gezüchtet usw. So kann er eine mögliche Gefährdung besser einschätzen. Zu den None-Core-Impfungen zählen:

  • Babesiose
  • Coronavirus
  • Herpesvirus
  • Borreliose
  • Zwingerhusten (Canines Parainfluenzavirus)

Kann durch Impfungen die Lebenserwartung des Bolonka Zwetna gesteigert werden?

Nicht alle, aber einige Infektionskrankheiten können die Lebensqualität des Bolonka Zwetna nachhaltig beeinträchtigen oder sogar zu dessen Tode führen. Eine Spritze alle paar Jahre, kann also durchaus Leid und langfristige Beschwerden vermeiden. Abgesehen von teils hohen Behandlungskosten und einer mitunter langwierigen Genesungsphase. Ohne Impfung ist der Bolonka Zwetna also Viren und Bakterien schutzlos ausgeliefert und es könnte sehr wohl die Lebenserwartung Ihres Bolonka Zwetna drastisch verkürzen. Natürlich kommt nicht jeder Hund mit diesen gefährlichen Erregern im Laufe seines Lebens in Kontakt. Impfgegner halten die Injektionen darum oft für überflüssig. Warum impfen, wenn das Risiko einer Ansteckung gar nicht für jeden Vierbeiner gegeben ist?

Wer sich die Ansteckungswege der wichtigsten Impfempfehlungen durchliest, wird schnell erkennen, dass die Übertragung der Krankheiten oft sehr simpel und schnell erfolgen kann. Schon das Trinken aus einer Pfütze oder das Schnüffeln am Kot anderer Tiere kann zu einer Infizierung führen. Erschwerend hinzu kommt, dass Ihr Bolonka nicht sofort Symptome einer Erkrankung zeigen muss, aber selbst beispielsweise schon Erreger ausscheidet. So wird er zu einer Gefahr für andere Hunde, ohne dass Sie davon wissen. Gehen Sie mit Ihrem Vierbeiner nun wie gewohnt spazieren, in die Hundeschule oder den Park, so kann er viele andere Artgenossen anstecken.

Impfen bedeutet darum nicht nur Schutz für das eigene Tier, sondern auch für die Vierbeiner Ihrer Mitmenschen. Impfgegner und Impffaule, deren Hunde sich bis jetzt nie mit einer gefährlichen Krankheit angesteckt haben, verdanken diesen Umstand nämlich oft der Tatsache, dass viele andere Menschen ihre Haustiere gewissenhaft haben impfen lassen. So wurde das Risiko der Ausbreitung minimiert. Es entsteht also bei sehr vielen immunisierten Hunden eine Art Herdenschutz für den Rest, der nicht geimpft ist. Also ja, Impfungen können die Lebenserwartung des Bolonka Zwetna tatsächlich verlängern, wenn die für ihn infrage kommenden Impfungen verabreicht werden. Welche das genau sind, besprechen Sie bitte mit Ihrem Tierarzt.


Den eigenen Horizont erweitern: Literaturtipp

Hunde würden länger leben wenn... Schwarzbuch Tierarzt. Hier klicken
Hunde würden länger leben wenn… Schwarzbuch Tierarzt. Hier klicken

Generell können Hundehalter dann selbststimmt agieren, wenn sie sich in der Materie etwas auskennen und die Zusammenhänge erkennen können. Wer schon mehrere Hunde hatte, wird einen anderen Zugang zum Thema Impfungen haben als Anfänger.

Alle, die sich ein näheres und fachlich fundiertes Bild über Impfungen verschaffen wollen, sollten das Buch “Hunde leben länger, wenn…” (Schwarzbuch Tierarzt) lesen. Dieses Buch ‘enthüllt’, was Tierhalter mit Blick auf das Wohl ihrer Lieblinge bedenken sollten. Wer mit seinem Tierarzt beim Thema impfen nicht einer Meinung ist oder sich nicht richtig aufgeklärt fühlt, kann oder sollte sich auch eine zweite Meinung einholen.

Übermäßiges Impfen stellt keinen zusätzlichen Gesundheitsschutz dar, ganz im Gegenteil kann es auch zu Nebenwirkungen kommen. Wer das Wohl seines geliebten Hundes in den Vordergrund stellt, wird sich aber um die vorgeschriebenen core vaccinations kümmern und die angegebenen Intervalle einhalten.


Die wichtigsten Impfungen für den Bolonka Zwetna im Kurzporträt

Leptospirose

Die Leptospirose oder auch Stuttgarter Hundeseuche zählt zu den Zoonosen. Das bedeutet, dass sich der Mensch beim Hund anstecken kann und umgekehrt. Umso wichtiger, viel Wert auf eine gute Hygiene zu legen und den Vierbeiner impfen zu lassen. Zwar ist diese Erkrankung für die meisten Vierbeiner nicht unbedingt tödlich, allerdings sterben häufig alte und immungeschwächte Hunde daran sowie Welpen, welche noch zu jung sind, um eine ausreichende Immunabwehr bilden zu könnten.

Laut der WSAVA (World small animal veterinary association) gehört die Leptospiroseimpfung zu den NON-Core Impfungen. Die Ständige Impfkommision Vet sieht die Leptospiroseimpfung allerdings schon als Core-Impfung an.

Impfung gegen Leptospirose, der Stuttgarter Hundeseuche
Impfung gegen Leptospirose, der Stuttgarter Hundeseuche

Die Ansteckung ist denkbar einfach: Bakterien, welche die Krankheit auslösen, werden mit dem Urin infizierter Tiere ausgeschieden. Somit kann sich Ihr Bolonka theoretisch bei jedem Spaziergang mit Leptospirose anstecken, da die Bakterien in die Erde und ins Wasser gelangen können. Zur Aufnahme müssen die Bakterien Kontakt mit Haut oder Schleimhäuten haben. Somit ist eine Übertragung ebenfalls durch den direkten Kontakt oder das Belecken von kranken Artgenossen möglich. Wenn Sie mehrere Hunde halten, ist also besondere Vorsicht geboten. Über die Fressnäpfe oder Schlafplätze könnten sich die Bakterien ausbreiten.

Im Verlaufe der Erkrankung gelangen die Bakterien über die Blutbahnen zu den Organen. Dort können Sie irreparablen Schaden anrichten und zum Beispiel zu Nierenversagen führen. Übrigens sind nicht nur andere Hunde eine Gefahr für Ihren Bolonka Zwetna.

Im Gegenteil. Ein weit aus größeres Risiko geht von Ratten aus. Gelangt deren Urin in Pfützen und andere kleine stehende Gewässer, so ist eine Ansteckung sehr wahrscheinlich, wenn Ihr Vierbeiner in den Sommermonaten diese als Durstlöscher benutzt.

Symptome

  • Gelbsucht
  • (Blut-) Husten
  • Fieber
  • Atemnot
  • Magen-Darm-Entzündung
  • Erbrechen
  • Muskelzittern
  • Nierenentzündung
  • Fress- und Bewegungsunlust
  • Blut im Kot
  • Müdigkeit

Staupe

Staupe Virus unter dem Mikroskop
Staupe Virus unter dem Mikroskop

Staupe, auch Canine Distemper genannt, ist eine Viruserkrankung und hochgradig ansteckend. Die Übertragung erfolgt mittels Tröpfcheninfektion. Der Erreger wird dabei über die Körperflüssigkeiten erkrankter Tiere ausgeschieden. Neben Hunden können auch Wildtiere (z.B. Fuchs) infektiös sein und das Virus ausscheiden.

Selbst indirekte Ansteckungen sind möglich. Schlechte Hygienebedingungen oder ungereinigte Wasser- und Futternäpfe sind darum potenzielle Gefahrenquellen. Ein Grund, warum sich die Staupe oft rasend schnell in Massenzuchtbetrieben vom Vermehrer ausbreitet.

Weil Kosten eingespart werden sollen, sind die Tiere dort meistens alle nicht geimpft. Durch die simplen Übertragungswege stecken sich sogar bereits Welpen im Mutterleib mit der Caninen Distemper an. Nicht selten werden die kleinen Bolonkas einfach so weiterverkauft. Wer so einen Wühltischwelpen aus Mitleid erworben hat, merkt allerdings erst hinterher, dass der süße Bolonka ernsthaft krank ist.

Es sind wieder vermehrt Staupefälle in Deutschland zu verzeichnen, weil Besitzer das Risiko unterschätzen und ihre Tiere nicht impfen lassen. Außerdem schleppen illegal importierte Hunde das Virus ein. Die Symptome für Staupe können sehr unterschiedlich ausfallen, je nachdem, welche Organe betroffen sind. Am schlimmsten verläuft die Krankheit, wenn das Zentrale Nervensystem in Mitleidenschaft gezogen wird. In diesem Fall endet die Staupe eigentlich immer tödlich.

Symptome

  • Sehr hohes Fieber
  • Abgeschlagenheit
  • Durchfall und Erbrechen
  • Atemprobleme
  • Verhornte Ballen
  • Ausschlag
  • Appetitlosigkeit/Futterverweigerung

Tollwut

Diese gefährliche Krankheit verläuft, bis auf eine handvoll Ausnahmen, immer tödlich und wird nicht nur durch Bisse übertragen. Auch Speichel, welcher in Wunden gelangt oder über Schleimhäute aufgenommen wird, ist infektiös. Kratzverletzungen kommen ebenso in Frage. Dabei ist Tollwut eine Gefahr für Mensch und Tier.

Chancen auf Heilung gibt es nur, wenn betroffene Personen oder Vierbeiner geimpft sind oder sich innerhalb von 24 Stunden nach einer möglichen Infektion behandeln lassen. Dazu wird eine Postexpositionsprophylaxe in Form von mehreren nachträglichen Impfungen gestartet. Letzteres gilt allerdings unter Umständen nicht für den Hund. Hatte dieser bisher noch nie eine Tollwutimpfung, so darf der Tierarzt keinen Rettungsversuch unternehmen und muss ihn leider einschläfern.

Tollwut beim Bolonka Zwetna
Tollwut beim Bolonka Zwetna ist Dank flächendeckender Impfung selten

Nach Kontakt zu einem tollwütigen Tier müssen (umgehend und für mindestens 5 Minuten) alle Kratzer, entstandene Wunden, ggf. Schleimhäute und andere Stellen mit Wasser und Seife gründlich gereinigt und anschließend diese Bereiche desinfiziert werden. Suchen Sie danach sofort einen Arzt bzw. Tierarzt auf. Verantwortlich für die Tollwut ist das Lyssavirus. Dieses vermehrt sich zunächst in der Nähe der Eintrittsstelle. Über die Nervenbahnen wandert es schließlich langsam Richtung Gehirn. Dort angekommen ist eine Impfung nicht mehr möglich, da sie wirkungslos wäre. Es zeigen sich nun die typischen Symptome und die Erkrankung führt innerhalb weniger Tage zum Tode.

Symptome

  • Fieber
  • Erbrechen
  • Starkes Speicheln und/oder Hecheln
  • Hyperventilation
  • Schluckbeschwerden
  • Lähmungen
  • Schmerzen an der Bissstelle
  • Schlaflosigkeit
  • plötzliche Verhaltensänderungen
  • Angst vor Wasser
  • Atemprobleme
  • Aggressives Verhalten (beißen)
  • leicht erregbar und/oder nervös

Hepatitis Contagiosa Canis (HCC)

HCC ist eine Viruserkrankung und eine hochansteckende noch dazu. Eine Infektion erfolgt über infektiöse Körperflüssigkeiten des Hundes, wie Urin, Speichel, Kot oder auch Nasensekret. Erkrankte Hunde erleiden eine Leberentzündung, die je nach Verlaufsform unterschiedlich schwer ausfallen kann. Perakute Verläufe können dabei sogar innerhalb von nur wenigen Stunden zum Tode führen.

Hepatitis Virus als Grafik
Hepatitis Virus als Grafik

Heilbar ist die Krankheit nicht. Der Tierarzt kann nur symptomatisch behandeln und dem Hund so Linderung verschaffen.

Erschwerend kommt hinzu, dass HCC häufig erst sehr spät erkannt wird. Nicht immer treten nämlich Symptome auf oder sie manifestieren sich erst nach einiger Zeit.

Bis dahin ist die Hepatitis Contagiosa Canis unter Umständen bereits chronisch. Besitzer ungeimpfter Hunde müssen diesem qualvollen Leiden hilflos zusehen.

Symptome

  • Gelbsucht
  • Apathie
  • Fieber
  • Starker Durst
  • Kein Appetit
  • Durchfall und Erbrechen
  • Nierenschäden
  • Blutungen
  • Ödeme

Parvovirose

Parvovirose ist eine sehr ansteckende und heimtückische Krankheit. Das Virus wird über Kot, Erbrochenes und Speichel ausgeschieden. Auch eine indirekte Ansteckung über kontaminierte Oberflächen ist möglich. Über Fress- und Trinknäpfe kann sich die Parvo beispielsweise ausbreiten sowie über das Schnuppern am Kot anderer Tiere.

Selbst mit den Schuhen kann der Erreger ins Haus getragen werden und Menschen, die viel Kontakt zu Hunden haben, sind ebenfalls mögliche Überträger (Hundetrainer oder Tierarzt). Dabei ist der Erreger enorm widerstandsfähig. Selbst mit handelsüblichen Putz- oder sogar Desinfektionsmitteln lässt es sich häufig nicht vollständig entfernen. Bis zu einem Jahr kann das Virus darum infektiös bleiben.

Besonders schlimme Verläufe von Parvovirose führen innerhalb von 48 Stunden zum Tode des Hundes. Besonders gefährdet sind Welpen. Sie sterben teilweise, ohne überhaupt je Symptome der Krankheit gezeigt zu haben, an akutem Herzversagen. Auch hier sei wieder auf unseriöse Züchter und Massenzuchten hingewiesen. Sie kaufen dort vielleicht einen scheinbar gesunden kleinen Bolonka Zwetna, der allerdings nach kurzer Zeit bei Ihnen sehr krank wird und verstirbt.

Behandelt wird die Parvovirose mit Infusionen zur Stabilisierung und Ausgleich des Wasserhaushalts sowie mit Antibiotika (auch um Sekundärinfektionen zu vermeiden). Der Erreger selbst wird mit Serum-Antikörpern bekämpft. Die Aussichten auf Heilung sind umso schlechter, je niedriger die Anzahl der weißen Blutkörperchen ist.

Symptome

  • Ganz typisch: wässriger und blutiger Durchfall
  • Fieber
  • Abnahme der Anzahl weißer Blutkörperchen
  • Abgeschlagenheit
  • Erbrechen
  • Dehydration als Folge von Durchfall und Erbrechen
  • Kein Appetit
  • Herzprobleme
  • Herz-Kreislauf-Versagen

Was ist der Unterschied zwischen Grundimmunisierung und Auffrischimpfung?

Im Welpenalter erhält der Bolonka Zwetna seine ersten Impfungen, während er noch beim Züchter zu Hause ist. Diese ersten Impfungen werden im Abstand von mehreren Wochen zwei- manchmal auch dreimal wiederholt. Beispielsweise in Woche 8, 12 und 16. Durch den wiederholten Kontakt mit den toten oder abgeschwächten Erregern des Impfstoffs wird das Immunsystem des Welpen dazu angeregt, den Eindringling mit der Bildung von Antikörpern zu bekämpfen.

Es erfolgen mehrere Impfungen, um sicherzustellen, dass ein Schutz aufgebaut wird. Dieses Vorgehen wird als Grundimmunisierung bezeichnet. Denn die gebildeten Antikörper verbleiben im Blut. Kommt der Bolonka Zwetna im Laufe seines Lebens nun mit dem echten Erreger in Berührung, so kann sein Immunsystem viel schneller und effektiver vorgehen, sodass der Vierbeiner gar nicht erst erkrankt oder eine Infektion viel milder und mit weniger dramatischem Ausgang endet.

Impfpass Bolonka Zwetna
Der Impfpass wird Ihnen vom Züchter beim Kauf Ihres Bolonka Zwetna Welpen übergeben.

Bei besonderem Risiko dürfen Welpen schon ab der 6. Lebenswoche geimpft werden. Gängiger ist jedoch die erste Injektion in der 8. Woche zu verabreichen. In der Regel erfolgt dies mit sogenannten Kombinationsimpfstoffen gegen mehrere Krankheiten. Die Ausnahme bildet die Tollwut. Sie wird meistens als Einzeldosis verabreicht. Die Erste erhält der Bolonka mit 6 Monaten. In Ausnahmefällen kann jedoch bereits mit 3 Monaten geimpft werden.

Mit rund anderthalb Jahren gibt es eine abschließende Impfung und die Grundimmunisierung ist fertig. Anschließend folgen in bestimmten Abständen Auffrischimpfungen. Diese aktivieren das Immunsystem des Hundes und erinnern ihn quasi an den Erreger. Die Produktion von Antikörpern wird erneut in Gang gebracht und der Schutz vor dem echten Erreger so aufrechterhalten. Eine Grundimmunisierung muss nicht zwangsläufig im Welpenalter geschehen. Straßenhunde, Vierbeiner aus dem Tierschutz und andere erwachsene Hunde werden oft erst spät geimpft, was jedoch kein Problem darstellt.


Wann muss ich den Bolonka Zwetna impfen lassen?

Was wie oft geimpft werden sollte, darüber scheiden sich die Geister. Das mehrfache Impfen des Welpen steht beispielsweise in der Kritik. Fakt ist, dass der kleine Bolonka einen natürlichen Nestschutz von seiner Mutter mitbekommt. Ihre Antikörper gingen zunächst während der Trächtigkeit auf die Welpen über und später durch die Muttermilch. Nicht genau erforscht ist allerdings, wie lange dieser Nestschutz tatsächlich anhält. Der Wurf wird also gleich mehrfach geimpft, weil bei noch bestehendem Nestschutz eine verabreichte Injektion nicht unbedingt den gewünschten Effekt erzielt.

Bolonka Zwetna Welpen Impfung
Fakt ist, dass kleine Bolonka Zwetna Welpen einen natürlichen Nestschutz von seiner Mutter mitbekommt. Ihre Antikörper gingen zunächst während der Trächtigkeit auf die Welpen über und später durch die Muttermilch.

Ist der Schutz durch die mütterlichen Antikörper noch sehr hoch, greift die Impfung einfach nicht. Mit den zwei oder drei Nachfolgeimpfungen soll erreicht werden, dass wenigstens eine der Injektionen greift. Warum man nun nicht einfach später mit der Immunisierung anfängt? Besonders bei Welpen verlaufen Infektionskrankheiten mitunter sehr schwer oder sogar tödlich. Würde die Grundimmunisierung auf einen späteren Zeitpunkt verschoben, wäre der Welpe gefährlichen Erregern womöglich eine Zeit lang schutzlos ausgeliefert.

Unsinn ist allerdings, den Vierbeiner stur jedes Jahr zu impfen, um das Immungedächtnis zu reaktivieren. Von dieser Vorgehensweise sind allerdings mittlerweile die meisten Tierärzte sowieso abgekommen. Je nach verwendetem Impfstoff reicht eine Auffrischung alle 3-7 Jahre. Einzig für Leptospirose ist eine jährliche Auffrischimpfung empfehlenswert. Heute gilt die Devise “So oft wie nötig, so wenig wie möglich”. Dadurch sollen Belastungen und Nebenwirkungen durch die Impfstoffe vorgebeugt werden.

Wenn Sie sich nicht sicher sind, welchen Impfstoff Ihr Bolonka Zwenta erhalten hat, so schauen Sie ins Impfbuch und überprüfen Sie den dortigen Aufkleber. Hersteller und verwendeter Impfstoff stehen dort drauf. Lassen Sie sich außerdem wenn möglich den Beipackzettel mitgeben oder informieren Sie sich auf den Seiten des Herstellers nach den Impfintervallen. Besprechen Sie zudem mit Ihrem Tierarzt, welche Impfungen er für Ihren Bolonka Zwetna empfiehlt und auf welche Sie getrost verzichten können.

Einige Impfungen schützen außerdem nur vor bestimmten Erregerstämmen, was bedeutet, dass Ihr Bolonka trotzdem an einer Infektion erkranken kann, gegen die er eigentlich geimpft ist. Auch hier wird der Tierarzt Sie umfassend beraten und aufklären, wenn Sie ihn fragen. Wer mag, kann auf Kombi-Präparate verzichten und seinen Vierbeiner nur mit Einzelimpfungen immunisieren. Dies gilt als besser verträglich und ist angeblich mit weniger Komplikationen behaftet.


Gibt es Nebenwirkungen bei einer Impfung?

Selten wird bei einem Thema so leidenschaftlich diskutiert, wie beim Impfen. Von hohen Belastungen für den Hund, Giftstoffen und schrecklichen Komplikationen und Nebenwirkungen ist oft die Rede. Dabei ist ein Impfserum ein Medikament wie jedes andere auch. Trotzdem macht sich kaum jemand die Mühe, die Beipackzettel von Schmerzmitteln, Salben oder anderen dem Hund verabreichten Medikamenten zu lesen. Wer dies täte, der würde sehr schnell entdecken, dass selbst ein einfaches Schmerzmittel oder ein Entzündungshemmer gleich eine ganze Reihe von Nebenwirkungen aufgelistet hat. Die zwar oft sehr selten auftreten, aber dennoch teils gefährliche Ausmaße annehmen können.

Ein schönes Beispiel aus der Humanmedizin ist das Aspirin, welches Menschen, ohne groß nachzudenken und ohne Rezept vom Arzt, gern und häufig bei Beschwerden einnehmen. Wussten Sie, dass mögliche Nebenwirkungen unter anderem Hirnblutungen, Atemnot, Magenblutungen, Schock und Nierenversagen sind? Ähnliche Risiken haben täglich eingesetzte Medikamenten in Tierarztpraxen mitunter auch. Bei Impfungen kommen demnach ebenfalls gelegentlich Nebenwirkungen vor. Schwere Komplikationen sind jedoch wie bei anderen Medikamenten eher selten oder sogar die große Ausnahme.

Impfung: Bildung von Antikörpern
Die Impfung dient der Bildung von Antikörpern.

Leichte Nebenwirkungen nach einer Impfung können umfassen:

  • Leichtes Fieber
  • Gerötete und/oder leicht schmerzende Einstichstelle
  • Müdigkeit/Lustlosigkeit
  • Leichte Schwellungen an der Injektionsstelle

Diese Symptome verschwinden jedoch allesamt schnell wieder. Sie sind ein Zeichen dafür, dass der Hund auf das Impfserum reagiert und mit der Produktion von Abwehrstoffen beginnt. Trotzdem zeigt nicht jeder Vierbeiner diese Nebenwirkungen. Dies liegt daran, dass jedes Individuum unterschiedlich auf verabreichte Medikationen reagiert.


Welche Risiken hat eine Impfung für meinen Bolonka Zwetna?

Jedes Medikament birgt ein gewisses Risiko bei der Einnahme. Zum Glück sind ernsthafte Komplikationen nach Impfungen allerdings sehr selten. Der Nutzen einer Immunisierung überwiegt meistens die Risiken bei Weitem. Es wird in drei verschiedene Kategorien unterteilt:

1. Impfschäden

  • Abszesse
  • Allergische Reaktionen
  • Schlechtes Allgemeinbefinden
  • Organschäden

2. Impfdurchbruch

Ihr Bolonka Zwetna erkrankt genau an der Krankheit, gegen die er geimpft worden ist. Wie kann das sein?

  • Der Hund war zum Zeitpunkt der Injektion krank. Das Immunsystem ist also geschwächt, da es bereits mit der Bekämpfung eines Erregers beschäftigt ist. Das Impfserum entfaltet darum nicht die gewünschte Wirkung.
  • Parasiten schwächen ebenfalls das Immunsystem. Wurm- und/oder Flohkuren vor der Impfung sind darum empfehlenswert.
  • Der Welpe hatte noch Nestschutz und reagiert nicht wie gehofft auf die Impfung.
  • Die Impfung schützt nur vor bestimmten Erregerstämmen, der Hund hatte jedoch mit einem anderen Stamm Kontakt.
  • Ihr Bolonka hatte vor der Impfung bereits Kontakt mit dem Wildtyp-Erreger

3. Impferkrankung

Die Erreger im Impfserum wurden nicht oder nur unzureichend abgeschwächt bzw. abgetötet. Sie sind noch infektiös und befallen nach der Injektion den Hund und machen ihn krank. Es kommt also zu einer Infektion, gegen die der Hund eigentlich geschützt werden sollte. Solche Komplikationen sind sehr sehr selten. Ständige strenge Qualitäts- und Produktionskontrollen machen eine Impferkrankung zu einer Rarität.


Braucht mein Bolonka Zwetna den blauen EU-Heimtierausweis?

Dies kommt ganz darauf an, ob Sie mit dem Vierbeiner ab und an das Land verlassen, oder nicht. Wenn Sie Ihren Bolonka Zwetna beispielsweise im Urlaub gern mit ins Ausland nehmen, muss der blaue Heimtierausweis auf jeden Fall mit ins Reisegepäck für den Hund.

Seit 2004 ist dies Pflicht. Verbringen Sie die Ferien hingegen lieber in Deutschland oder der Bolonka bleibt in der Ferienzeit bei Freunden oder in der Hundepension, so reicht auch das normale gelbe Impfbuch.

EU Heimtierausweis für Reisen ins Ausland. Dort ist vor allem auch die Tollwut eingetragen.
EU Heimtierausweis für Reisen ins Ausland. Dort ist vor allem auch die Tollwut eingetragen.

Der EU-Heimtierausweis vereinfacht das verreisen mit Hund innerhalb der Europäischen Union. Sogar andere Länder akzeptieren teilweise den Ausweis, weshalb Sie sich vor Antritt einer Reise informieren sollten. Er dient zum einen der genauen Identifikation des Vierbeiners, zum anderen werden sämtliche Impfungen dort vermerkt. Besonders wichtig ist dabei die Tollwutimpfung. Sie muss zwangsläufig aktuell sein, wenn es mit dem Bolonka Zwetna in den Urlaub geht. Dabei darf die Injektion nicht länger als 12 Monate her sein, muss allerdings mindestens 30 Tage zurückliegen. So soll eine Ausbreitung der gefährlichen Erkrankung vermieden werden. Mit Erfolg übrigens. In vielen Ländern Europas kommt die Tollwut nur noch vereinzelt durch Wildtiere (vor allem Fledermäuse) oder illegal nach Deutschland gebrachte Hunde vor.

Wer es riskiert ohne den blauen Heimtierausweis in den Urlaub zu fahren und an der Grenze erwischt wird, muss dies unter Umständen teuer bezahlen. Ihnen könnte zudem die Weiterreise verwehrt werden oder der Bolonka Zwetna wird Ihnen abgenommen. Entweder muss er anschließend für mehrere Monate in Quarantäne oder wird im schlimmsten Falle sogar eingeschläfert. Darum denken Sie frühzeitig an eine Auffrischimpfung für Tollwut und nehmen Sie das wichtige Dokument auf jeden Fall mit auf Reisen.

Was genau steht im EU-Heimtierausweise meines Bolonka Zwetna?

1. Angaben zu Besitzer und evtl. Vorbesitzer(n)

2. Genaue Beschreibung des Hundes (evtl. mit Lichtbild)

  • Name
  • Rasse
  • Fellbeschaffenheit und Farbe
  • Geschlecht
  • Geburtsdatum

3. Kennzeichnung des Hundes

  • Mikrochipsnummer
  • Tag der Implantation
  • Wo wurde implantiert?

4. Nachweis über erhaltene Impfungen

  • Name des Impfstoffs
  • Hersteller
  • Chargennummer
  • Datum an dem geimpft wurde
  • Unterschrift des Tierarztes plus Stempel

Wichtig: Eine Tätowierung wird seit 2011 nicht mehr anerkannt. Außerdem befindet sich noch ausreichend Platz für andere Eintragungen, wie Blutuntersuchungen oder erfolgte Behandlungen gegen äußere und innere Parasiten (in einigen Ländern vorgeschrieben).


Gegen was kann ich den Bolonka Zwetna noch impfen lassen?

Zwingerhusten

Zwingerhusten wird durch Tröpfcheninfektion und über die Luft übertragen und ist somit extrem ansteckend. So ist es möglich, dass sich Ihr Bolonka Zwetna beim Tierarzt im Wartezimmer, in der Hundeschule oder einer Tierpension infizieren könnte. Trotzdem ist eine Impfung nur bei Risikopatienten nötig. Die betrifft in der Regel sehr alte und schwache Hunde, Vierbeiner mit geschwächtem Immunsystem und Welpen.

Letztere werden in der Regel aber nur geimpft, wenn sie aus einem besonders großen Zuchtbetrieb oder gar aus einer Massentierzucht kommen. Die Krankheit selber wird durch Bakterien, aber auch Vieren ausgelöst. Sogar Mischformen aus beiden Erregern sind möglich und führen oft zu schlimmeren Verläufen. Zu den häufigsten Auslösern des Zwingerhustens zählen:

  • Adenoviren
  • Parainfluenza
  • Bordetella Bronchiseptica
  • Mykoplasmen

Kennzeichnend für die Erkrankung ist ein trockener Husten oft kombiniert mit Würgen. Eine Impfung hilft nur gegen zwei der möglichen Erreger, weshalb der Tierarzt nur bei besonders hohem Risiko für eine Ansteckung impfen sollte.

Borreliose

Zecke
Zecke

Als wären Zecken alleine nicht schon schlimm genug, so fürchten viele Hundehalter nach einem Biss des Parasiten eine Infektion mit Borreliose. Der Krankheitsverlauf kann nach einer Ansteckung völlig unterschiedlich verlaufen.

Manchmal ist eine Erkrankung sogar symptomlos. In schwerwiegenden Fällen kann Borreliose allerdings auch tödlich enden. Folgende Beschwerden können für eine Erkrankung sprechen:

  • Lahmheit
  • Arthritis
  • Fieberschübe
  • Gelenk- und Muskelschmerzen
  • Schwellung der Bissstelle
  • Wanderrötung an der Bissstelle
  • Geschwollene Lymphknoten
  • Fressunlust
  • Abgeschlagenheit
  • Herzmuskel- und/oder Nierenentzündung

Eine Impfung zum Schutz gegen Borrelien ist möglich und es werden sogar alle drei Erregerstämme abgedeckt. Dabei kann in Einzeldosen oder aber als Kombipräparat geimpft werden. Es treten nach der Injektion jedoch häufig Impfreaktionen auf, weshalb Tierärzte in der Regel nur bei einem erhöhten Risiko für Borreliose zur Impfung raten.

Herpesvirus

Gegen Herpesviren werden eigentlich nur Zuchthündinnen geimpft. Bevor dies geschieht, wird oft ein Abstrich gemacht, um zu überprüfen, ob die Hündin früher bereits mit dem Erreger Kontakt hatte. Ist dies der Fall, muss sie nicht geimpft werden.

Sie hat auf natürlichem Wege Antikörper gebildet, als sie die Krankheit durchgemacht hat. Somit kann sie bedenkenlos gedeckt werden, denn die Welpen sind sicher. Anders, wenn sie noch nie mit dem Herpesvirus infiziert war. Sollte die Hündin sich während der Trächtigkeit damit anstecken, so kann dies die Welpen in ihrem Bauch schädigen oder sogar töten. Da eine Infektion häufig symptomlos verläuft, ist ein Abstrich vor dem Deckakt immer empfehlenswert.

Babesiose

Auch diese Krankheit wird durch einen Zeckenbiss übertragen. Im Folge der Erkrankung kommt es zu einer Blutarmut, da die roten Blutkörperchen von Einzellern kontinuierlich zerstört werden.

Bei schweren Verlaufsformen kommt es dadurch innerhalb nur weniger Tage zum Tod des Bolonka Zwetna, wenn die Infektion nicht rechtzeitig erkannt und behandelt wird.

Es existiert ein Impfstoff, der zwar in der EU zugelassen, in Deutschland jedoch nicht erhältlich ist. Außerdem schützt die Impfung nicht vor dem Erreger selbst, allerdings ist der Verlauf nicht mehr tödlich und verläuft deutlich abgemildert.

Babesiose durch Auwaldzecke
Babesiose durch Auwaldzecke

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